Ständige Projekte im Schuljahr 2017/18

§  Schülerzeitung

§  Trainingsraum

§  Schwimmunterricht

§  Lesecafé

§  Reitunterricht

§  Klavierunterricht

§  Lesewoche

§  Wandertag

§  Flötenunterricht

§  Vorlesewettbewerb

§  Gitarrenunterricht

§  "Künstler an der Schule"
z. B. Sepp Egerer - Erlebnis- und theaterpädagogische Einheiten zur Vermittlung von Sozialkompetenz

§  Chor / Gesang

 

Gesundes Schulfrühstück

 An unserer Schule machen wir die Erfahrung, dass viele unserer Schüler häufig mit keinem oder einem nicht ausreichenden Frühstück an die Schule kommen. Oft haben sie auch kein gesundes oder gar kein Pausenbrot dabei. Diesen Schülern wollen wir mit einem gesunden Frühstück einen gelungenen Einstieg in den Schultag ermöglichen. Diese erste Mahlzeit verbessert die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit für den Schulalltag. Dies ist vor allem für unsere Ganztagsklassen, in denen bis zum Nachmittag Unterricht stattfindet, wichtig.

Dabei kommt es uns vor allem darauf an, Schülern, die oft keine geregelten Mahlzeiten kennen, nahezubringen, wie ein gesundes Frühstück aussehen kann. Das Ernährungs­verhalten wird bereits in der Kindheit entscheidend geprägt. Daher ist es besonders wichtig, ein positives Ernährungsverhalten bei Kindern anzubahnen und zu fördern. Wir bieten den Schülern jeden Tag ein anderes Frühstück an. So wechseln sich neben üblichen Frühstücksbestandteilen wie Semmeln und Brot, Käse, Wurst, Marmelade und Honig auch Müsli, Obst, verschiedene Gemüse oder Joghurt und Quark ab. Wichtig ist uns dabei, gesunde Nahrungsmittel auf den Tisch zu bekommen. 

Daneben geht es uns um die Erfahrung einer Tischgemeinschaft, der gemeinsamen Gestaltung einer Mahlzeit und dem Erlebnis einer sozialen Gemeinschaft. Die gemeinsame Mahlzeit fördert die Kommunikation und dient der Integration. Eine Lehrkraft oder eine Praktikantin ist deshalb immer dabei, um für ein angenehmes Frühstücksklima zu sorgen. Sie hat natürlich auch immer ein offenes Ohr für die Dinge, die die Schüler bereits beim Ankommen in der Schule bewegen.

Organisation

Unsere Schüler kommen morgens sehr unterschiedlich an der Schule an. Daher findet unser Schulfrühstück von 7:30 Uhr – 8:15 Uhr statt. Jedes Kind, das frühstücken möchte, darf sofort nach dem Ankommen in den Frühstücksraum und sich dort bedienen. Nach dem Essen gehen die Schüler in die Klasse und beginnen mit ihrer stillen Beschäftigung. Bis um 8:15 Uhr sind alle Schüler in den Klassen. Dann beginnt der gemeinsame Unterricht.

Die Finanzierung des Frühstücks übernimmt der BLLV (Aktion Sternstunden). Großzügige Spenden der Bäckerei Kaltenstadler  (günstige Lieferung der Backwaren) und der Firma Gemüse Wünsch, Burgheim (Spende von Obst und Gemüse) unterstützen uns zusätzlich. 

 

 

Bewegte Pause

Während den Schulpausen wollen wir als Schule dem Bewegungsmangel einiger unserer Schüler entgegenwirken und einen Ausgleich zur fehlenden Alltagsmotorik schaffen. Deshalb führten wir vor einigen Jahren unsere „Spielekiste“ ein, die eine Auswahl unterschiedlichster Sport- und Bewegungsspiele beinhaltet und in den Pausen von unserer SMV eigenverantwortlich betreut (Instandhaltung, Verleih und Entgegennahme der Spiele) wird.

Hierdurch lassen sich unserer Auffassung nach mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:
Bewegung verbessert die Konzentrationsfähigkeit, baut Stress ab, erhöht Gesundheit und Wohlbefinden und hat obendrein soziale Aspekte, weil gemeinsames Spiel mehr Spaß macht. 

Die Motivation zum Spielen lässt sich durch einen Wechsel der Spielgeräte erhöhen. Deshalb nimmt die SMV regelmäßig die weniger in Anspruch genommenen Spiele zeitweise aus dem Angebot und ersetzt diese durch neue Spiele. 

Gleichzeitig wurde in unserem Pausenhof eine Kletterwand installiert. Hier haben die Schüler die Möglichkeit ihre Motorik zu schulen und ihre Grenzen eigenständig zu erkennen. Um Unfällen vorzubeugen beaufsichtigt immer eine Lehrkraft dieses „Spielgerät“.

Unser Trainingsraum

Häufig wird viel Unterrichtszeit für die Bewältigung von Unterrichtsstörungen jeg­licher Art, wie Dazwischenreden, Streit­ereien, Arbeitsverweigerung, unterrichtfremde Gegenstände, außerschulische Pro­bleme und vieles mehr verbraucht

Auch an unserer Schule gab es viele Unterrichtsstörungen, verbunden mit Ermah­nungen, Diskussion und Aufarbeitung von Konflikten. Dabei be­nötigen gerade die Schüler/innen unserer Schulart eine un­gestörte Unterrichtsumgebung, um ihre Konzentration auch über einen längeren Zeitraum erhalten und gut lernen zu können.

Es hat sich gezeigt, dass ständige Ermahnungen und Ordnungsmaßnahmen der Schulordnung in diesem Bereich nur wenig erfolgreich sind, denn der störende Schüler gewinnt daraus keine Einsicht in sein Problemverhalten. Häufig bemerken störende Schüler ihr Fehlverhalten nicht einmal und sie erkennen nicht, dass sie nicht nur die Lehrkraft und lernwillige Schüler stören, sondern auch sich selbst vom Lernen abhalten. Gefragt war daher eine Maßnahme, die störenden Schülern ihr Verhalten aufzeigt:

Im Trainingsraum wird also konzentriertes Unterrichtsverhalten trainiert und ein­geübt.

  

  Konzept 

Störende Schüler sollen also: 

  • eigenes Fehlverhalten erkennen

  • Folgen ihres Fehlverhaltens überdenken

  • Vorschläge zur Änderung ihres Fehlverhaltens entwickeln

  • Eigenverantwortung für die Folgen ihres Verhaltens übernehmen


Daraus ergeben sich:

3 Grundregeln für eine störungsfreie Zusammenarbeit

  • Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht, ungestört zu lernen.
  • Jede Lehrerin und jeder Lehrer hat das Recht, ungestört zu unterrichten.
  • Jede/r muss stets die Rechte des Anderen respektieren.

 

 Verbindliche Regeln in den Klassen 

 

  • Ich höre zu, wenn andere sprechen.
  • Ich warte, bis ich aufgerufen werde.
  • Ich spreche höflich.
  • Ich gehe rücksichtsvoll mit anderen um.
  • Ich befolge die Anweisung des Lehrers/der Lehrerin
  • Ich passe im Unterricht auf und beteilige mich 

 

 

 Ablauf im Klassenzimmer 

Beim ersten Regelverstoß wird der Schüler von der Lehrkraft auf die verbindlichen Klassenregeln hingewiesen. Bei der 2. Störung erhält der Schüler einen Laufzettel und muss den Trainingsraum aufsuchen.

 

 

Ablauf im Trainingsraum

Auf dem Laufzettel ist notiert:

  • Wer den Schüler geschickt hat
  • Wann der Schüler das Klassenzimmer verlässt
  • Wie der Schüler gestört hat

Im Trainingsraum sitzt eine Lehrkraft. Sie ist geschult in der Gesprächsführung.
Es folgt ein Gespräch über das Fehlverhalten des Schülers. Dieses soll zu Einsichten in die Notwendigkeit einer Verhaltensänderung führen (Schülerselbstverantwortung).

Da­nach muss der Schüler einen Verhaltensplan erstellen, in dem er selbst Vorschläge machen muss, wie er sein störendes Ver­halten verändern kann (bewusstes Nach­denken).

Die Lehrkraft im Trainingsraum kontrolliert den Plan und entlässt den Schüler danach in die Klasse.

 

 Rückkehr ins Klassenzimmer

Der Schüler kehrt zurück in seine Klasse und nimmt wieder am Unterricht teil. Er muss selbst dafür sorgen, versäumten Stoff von einem Mitschüler bei passender Ge­legen­­­heit zu beschaffen.

 Beim Stundenwechsel oder in einer Arbeits­pause bespricht er mit der Lehrkraft seinen Verhaltensplan. Sollte die Lehrkraft nicht mit dem Plan einverstanden sein, muss er zurück in den Trainingsraum und seinen Plan mit Hilfe des Trainingsraumlehrers überarbeiten.

 

Konsequenzen bei häufigem Trainingsraumbesuch

Hat der Schüler 5 Mal den Trainingsraum aufsuchen müssen, so werden die Eltern/­Erziehungsberechtigten zu einer pädago­gischen Konferenz eingeladen. 

In Zusammenarbeit mit den Eltern werden Lö­sungswege zur Veränderung des Verhaltens er­arbeitet.

Nach 10 Trainingsraumbesuchen wird an dieser pädagogischen Konferenz auch die Sozialpädagogin beteiligt, um eventuell mögliche schulexterne Hilfen (Therapien) anbahnen zu können.

 

Das Konzept des Trainingsraums will Schüler ernstnehmen
und zu einer positiven Verhaltensveränderung führen.

 

 

Zum Seitenanfang